Der GaLaBau als Spitzenreiter der Mehrwertsteuersenkung
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Der GaLaBau als Spitzenreiter der Mehrwertsteuersenkung

Veronika Bojtschuk

Doch die Freude über mehr Aufträge dank Senkung der Mehrwertsteuer scheint sich auf den privaten Sektor zu beschränken. Unternehmen, die hauptsächlich auf Aufträge von öffentlichen Auftraggebern angewiesen sind, klagen lediglich über mehr Bürokratie
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Das Unternehmen von Lutze von Wurmb arbeitet vor allem für den Wohnungsbau. Dort seien seit der Mehrwertsteuersenkung keine zusätzlichen Aufträge angefallen. „Die Kunden im Wohnungsbau lassen sich davon nicht leiten.“, erklärt der BGL-Präsident und rechnet lediglich mit einem Stau bei den letzten Rechnungslegungen nach gesenktem Mehrwertsteuersatz. Auch Bayerns VGL-Präsident Gerhard Zäh bestätigt: „Der Aufwand ist größer als der Nutzen.“ Sein Unternehmen arbeitet zu 70% für die öffentliche Verwaltung und hat ebenfalls keinen Anstieg an Aufträgen seit dem 01. Juli gesehen.

Anders geht es beispielsweise Paul Saum und Michael Daldrup. Die GaLaBau-Unternehmer arbeiten vor allem mit Privatkunden, die sich bereits kurz nach Eintritt der Mehrwertsteuersenkung mit großen Aufträgen im sechsstelligen Bereich meldeten. Da sich die Einsparung der Mehrwertsteuer bei solch großen Aufträgen lohne, zögen Kunden größere Anschaffungen, die erst für 2021 oder 2022 geplant waren, auf 2020 vor. Daldrup etwa erlebte zum 30. Juni einen Anstieg der Kundenanfragen von über 50%. Unternehmer Maximilian Holzhausen konnte sich sogar über einen Auftrag von mehr als einer Viertelmillion Euro freuen. Er bemerkt ganz klar: „Die gesenkte Mehrwertsteuer steigert die Lust, zu investieren.“
 

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