GaLaBau im Klimawandel
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GaLaBau im Klimawandel

Andreas Klose

Anlass war der 2. Großbeerener GaLaBau-Tag am 23. Januar 2020. Die Gemeinschaftsveranstaltung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg e.V. mit der LVGA fand im Hörsaal der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik e.V. (LVGA) statt. Bevor es um die Frage ging, wie die Branche der neuen Herausforderung begegnet, lieferten die Experten Dr. Frank Kreienkamp vom Deutschen Wetterdienst Potsdam und Prof. Dr. Hans-Heinrich Meyer von der Fachhochschule Erfurt die nötigen Fakten. Dabei ging es um die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wachstumsfaktor Boden in der Region Berlin-Brandenburg, so wie so die aktuellen Befunde darstellen.

Über den Klimawandel Bescheid wissen ist die Voraussetzung, um mit den regionalen Folge arbeiten und umgehen zu können - eine der dringenden Aufgabe für den Garten- und Landschaftsbau. Und dies erfordert von der Branche, ihr Fachwissen permanent auf den aktuellen Stand zu halten. Dazu boten Prof. Dr. Andreas Roloff von der TU Dresden und Prof. Dr. Hartmut Balder von der Beuth-Hochschule in ihren Referaten den nötigen Input und präsentierten wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur zukünftigen Auswahl von Stadtbäumen und deren fachgerechter Unterhaltung sowie neue Pflegekonzepte. Große Aufmerksamkeit erfuhr die Webseite citree.de. Die stetig wachsende Datenbank empfiehlt, nachdem der Anwender individuelle Filter gewählt hat, standortgerechte Baumarten. Das Portal wird von der TU Dresden durchgehend gepflegt und erweitert.

Dass bei der Pflanzenwahl nicht nur die Bäume im Fokus des GaLaBaus stehen sollten, verdeutlichte Prof. Dr. Stefan Körner von der Universität Kassel am Beispiel eigener Projekte, in denen nachhaltige Staudenpflanzungen im urbanen Raum erfolgreich umgesetzt wurden.
Henning Schahin aus der Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin (SenUVK) thematisierte Herausforderungen und Chancen in der Pflege solcher Anlagen durch das Land Berlin. In seinem Vortrag erläuterte er die Potentiale und Anwendungsmöglichkeiten, die das seit 2017 zur Verfügung stehende „Berliner Handbuch Gute Pflege“, bietet. Das Ergebnis einer Evaluierung entsprechend angepasster Pflege von bisher 19 Flächen in 12 Bezirken wird Ende 2021 in einem Abschlussbericht verfügbar sein.
Unabdingbare Voraussetzung, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, ist aber die Sensibilisierung der gärtnerischen Mitarbeiter an vorderster Front für den Klimawandel. Wie das gehen kann, berichtete Eva Foos von der HU Berlin. Innerhalb des universitären Projektes war sie in Kooperation mit der Berliner Bezirks- und Senatsverwaltung sowie der LVGA an der Entwicklung und Umsetzung eines Weiterbildungskonzeptes zu diesem Thema beteiligt.

Zu guter Letzt musste natürlich auch die juristische Seite behandelt werden. Wichtige Informationen hierzu lieferte FGL-Justiziar RA Jörn Lassan in seinem Vortrag zum vertraglichen Umgang mit erhöhten Wasserbedarf und Schäden durch Dürre.

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