Grüne fordern „Mobilitätsgarantie
Strassen- und Tiefbau

Grüne fordern „Mobilitätsgarantie

Andreas Klose

Mit ihrer Forderung, bereits eingeplante Gelder für den Straßenbau in den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs in Bayern umzuleiten, hat die Landtagsfraktion der Grünen in Würzburg sicher keine Begeisterung in der Straßenbau-Branche ausgelöst.

Ziel der Grünen ist es, die Fahrgäste bei Bus und Bahn bis 2030 zu verdoppeln. Dazu forderten sie auf ihrer Fraktionsklausur in Würzburg für ganz Bayern eine „Mobilitätsgarantie“.

Fraktionschef Ludwig Hartmann erklärte, dass Jeder Ort mit mindestens 200 Einwohnern nach Worten Hartmanns stündlich von fünf Uhr morgens bis Mitternacht mit einem Bus- oder Bahnangebot versorgt werden solle.

Diese große Vision benötigt natürlich viel Geld. Dies solle, so Hartmann, bei dem Neubau von Straßen eingespart werden. Die Sanierung bestehender Straßen soll selbstverständlich davon nicht betroffen sein. Am Unterhalt wird nicht gespart, betont Hartmann.

Hartmann weiter: „„Es fehlen nicht Straßen, es fehlen verlässliche Verbindungen von Bus und Bahn in unserem Land“, sagte Hartmann. Co-Fraktionschefin Katharina Schulze mahnte, man könne nicht immer nur davon reden, dass man mehr für den Klimaschutz tun wolle, man müsse endlich anfangen.
Ob die Grünen in Bayern mit diesem Plan durchkommen, bleibt abzuwarten. Noch spannender ist sicher die Frage, ob die Fraktionen der Grünen bundesweit nachziehen werden. Die Aussage von Katharina Schulze nimmt sie ja faktisch in die Pflicht.
 

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