Gärtnern gegen den Klimawandel
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Gärtnern gegen den Klimawandel

Veronika Bojtschuk

Wie man dabei am besten klimafreundlich handelt, erklärt die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Der wichtigste Begriff ist hierbei: torffreie Erde. In Deutschland stellt Torf zurzeit mit 80% den hauptsächlichen Ausgangsstoff für Blumenerde dar. Für das Klima eine Katastrophe. Denn obwohl Moorböden, auf denen Torf abgebaut wird, nür 3% der Erdoberfläche ausmachen, binden sie im Vergleich zu sämtlichen Wäldern der Erde nahezu das Doppelte an Kohlenstoff. Sie sind damit die größten Kohlenstoffspeicher der Welt. Bauen wir Torf für die Herstellung von Blumenerde ab, wird CO2 in die Atmosphäre freigesetzt. Zudem ist Torf nur sehr langsam erneuerbar. Aus diesem Grund setzt das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung unter anderem auf eine starke Reduzierung des Torfabbaus.

Bei der Gärtnerei ist es also wichtig im Handel auf torffreie Erde zu achten. Da dies nicht immer einfach ist, lohnt sich ein Blick auf die Internetseite www.torffrei.info, auf der sich aktuell 183 torffreie finden lassen. Die Webseite bietet auch einen Überblick über Torfersatzstoffe. Diese bestehen aus schneller nachwachsenden Rohstoffen und reichen von Holzfasern und Kokosprodukten bis hin zu Schafswolle.

Doch neben der Erde ist auch die Wahl der Gartenprodukte entscheidend. Holz ist klimafreundlicher als erdölbasierte Kunststoffe, da es den zuvor im Baum gebundenen Kohlenstoff noch über Jahre speichert. Außerdem werden in den Wäldern Bäume nachgepflanzt, die ihrerseits wieder neuen Kohlenstoff binden und den CO2-Gehalt in der Atmosphäre reduzieren. Die Webseite www.die-nachwachsende-produktwelt.de ist hilfreich bei der Suche nach umweltfreundlichen und pflanzlich-basierten Gartenmöbeln, Pflanzentöpfen, Grillzubehör oder Ähnlichem.

Zuletzt bestehen auch bei der Gestaltung öffentlicher Grünflächen viele Möglichkeiten auf klimafreundliche Alternativen zurückzugreifen. So können fossile oft durch pflanzliche Rohstoffe ersetzt werden, Erosionsschutzmatten können aus Schafwolle hergestellt werden und Asphalt mithilfe von Rapsöl.
 

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